«Arbeiter – die Sozialdemokraten wollen Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen»

Mit diesem ironischen Text, zusammen mit der Photo einer hoch über dem See thronenden Villa zu einem «Wahlplakat» montiert, hat der deutsche Aktionsgrafiker Klaus Staeck schon vor vielen Jahren auf geschickte Weise die Bigotterie der bürgerlichen Propaganda entlarvt. Dass Staeck den Tessin als Metapher wählte, war kein Zufall. Während sich ganze Talschaften mangels ausreichender Lebensgrundlagen zu entvölkern begannen, klotzten die Profiteure des (deutschen) Wirtschaftswunders beziehungsweise der Hochkonjunktur ohne viel Federlesens ihre Ferienhäuser Aussicht Carettaan die schönsten Südhänge in der sogenannten Sonnenstube der Schweiz, sehr zum Profit von Hangbesitzern und Baufirmen.

Ob dieser Entwicklung, die Mitursache der Gesetzgebung über den Grundstückerwerb von Ausländern in der Schweiz wurde, darf nicht vergessen werden, dass das wunderbare, fast mediterran anmutende Klima, die vielfältigen Naturschönheiten, das kulturelle Erbe und der lateinische Einfluss schon immer eine starke Anziehungskraft gerade auch auf Menschen mit einer alternativen Lebensauffassung ausübten. Von der Aufbruchbewegung Monte Verità zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die KünstlerInnenkolonie Fontana Martina während des Zweiten Weltkrieges bis hin zur Casa Pantrovà in Carona oder die Scuola Dimitri in Verscio, das Casale al Bivio von Gerold Meier, die Casa Solidarietà oder das Gewerkschaftszentrum I Grappoli gab und gibt es Orte, die sich eher als Zukunftswerkstatt denn als Luxusbunker verstehen.

Aussicht auf Locarno und Lago Maggiore (18629 bytes)

In dieser Linie versteht sich auch die bislang weniger bekannte Casa Egner in Locarno-Muralto. An einer sensationell schönen Lage inmitten eines früheren Rebberghanges oberhalb des Lago Maggiore gelegen, mit Terrassen, die einen Rundblick vom ewigen Schnee der Alpenkämme über die Brissagoinseln hinweg bis (fast) ans Mittelmeer ermöglichen, stehen hier zwei unscheinbare Häuser inmitten einer paradiesischen Parkanlage.

Es mutet heute wie eine Ironie der Geschichte an zu erfahren, dass die Geburtsstunde der Casa Egner zurück geht auf die Periode des Kalten Krieges und des Antikommunismus in der Schweiz. Robi Egner – Gärtner, Kommunist und aktiver Gewerkschafter – wurde Ende der 40er Jahre wegen seines engagierten Auftretens schon bald einmal auf die Schwarze Liste des Gärtnermeisterverbandes gesetzt. Wie so viele andere PdA-Mitglieder wurde es immer schwieriger für ihn, eine adäquate Stelle zu finden. Und allein mit dem Einkommen seiner Lebensgefährtin Emmi Egner, einer einfachen Sozialarbeiterin, war der Lebensunterhalt nicht zu bestreiten.

Es war dem Umstand einer kleinen Erbschaft zu verdanken, die den Gärtner Egner schliesslich bewog, auf ein Inserat zu reagieren, in dem der Verkauf eines Rebberges angeboten wurde. Es handelte sich um ein grösseres Stück Land aus einer Erbteilung, oberhalb von Locarno gelegen und nur mühsam über einen steilen Fussweg erreichbar. Ausser vernachlässigten Reben standen da noch zwei kleine, ältere Gebäude: Ein Grotto mit Stall und darüber eine 2-Zimmer-Wohnung sowie ein Ökonomiegebäude zur Aufbewahrung der Geräte. → Historisches zur Casa Egner

Aufriss der beiden Häuser (4797 bytes)

Mangels Finanzen und aus Freude an der Natur besuchten die Egners ihre Liegenschaft anfänglich von Zürich aus zu Fuss; bald aber zogen sie definitiv in den Süden. Nicht, um ihr kleines, individuelles Glück zu zelebrieren, sondern in ständigem Kontakt mit ihem bisherigen politischen Umfeld. Um den zunehmenden Interessentinnen und Interessenten eine temporäre Bleibe zu ermöglichen, wurden unter aktiver Mithilfe von Freunden, Arbeitern und Handwerkern die vorhandenen Bauten sukzessive zu kleinen Ferienwohnungen um- und ausgebaut.

Ein Stück Zeitgeschichte bewahren...

Zur Tradition der Casa Egner gehört der aktiv praktizierte Antifaschismus, die Solidarität mit Verfolgten und ein gesellschaftspolitisches Engagement. Das, was Egners innerhalb der antifaschistischen Bewegung in Zürich mitgetragen hatten, fanden sie nun im grenznahen Tessin in diversen Beispielen wieder: Menschen, die selbstlos anderen die Flucht über die Berge ermöglicht haben, lebendige Erinnerungen an die Partisanenrepublik Ossola und nicht zuletzt auch an das Verhalten der offiziellen Schweiz, sicht- und greifbar in Form des «Campo die lavoro per profughi» in Gordola, einem Internierungslager nur fünf Kilometer nördlich von Locarno.

Einige der damals in Gordola internierten deutschen Antifaschisten suchten und fanden über ihre Kontakte zu Schweizer Genossen später wieder den Zugang zum Tessin – und landeten in der Casa Egner. Wilfried Acker, Paul Meuter, Fritz Sperling (der sich mit der Schweizerin Lydia Hug verheiratet hatte) beispielsweise, und durch deren Vermittlung respektive Tätigkeit in der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) folgten noch viele weitere, so auch Julius Schätzle oder Alfred Hausser.

... und weiterführen

Zusammen mit neueren und jüngeren BesucherInnen war die CASA EGNER immer ein besonderer Ort des Ausruhens, Auftankens und der Begegnung. Neue Themen wie Atomkraft, Umweltschutz, Kuba, Nicaragua, Südafrika und Asylpolitik rückten ins Zentrum der Gespräche, nebst all den Freizeitbeschäftigungen wie Wandern, Filmfestival oder Baden. Ende der 80er Jahre, als vieles politisch ins Rutschen kam oder ganz verschwand und die Gründer altershalber nicht mehr alles zu tragen vermochten, begann sich die Frage einer Neuorientierung zu stellen.

Locarno, See und Berge (27567 bytes)

Beschleunigt durch den plötzlichen Tod von Robi im Jahr 1992 konnte mit Emmi Egner eine Formel gefunden werden, dank der die Gefahr abgewendet wurde, dass nach ihrem Ableben (1995) die ganze Liegenschaft in die Hände der Behörden oder der privaten Grundstückspekulation fällt. Ziel ist es vielmehr, das über vierzig Jahre aufgebaute Begegnungszentrum im Sinne der Gründer weiterzuführen und zu erneuern. Dies ist mit einem enormen Effort seitens des Trägervereins gelungen.

Im Jahr 2000 sind die beiden Häuser mit ihren fünf vermietbaren Ferienwohnungen vollständig saniert worden. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt nun über eine Solaranlage, und dank einer Zentralheizung sind die Räume neuerdings ganzjährig bewohnbar. Neue Küchen sowie Boden- und Wandbeläge auf Basis eines erfrischenden Farbkonzeptes runden das Ambiente ab. Damit ist eine ideale Plattform geschaffen, um in einem angenehmen Umfeld «blau zu machen », auszuruhen, den Kopf auszulüften und mit Herz und Verstand über die sich stellenden Aufgaben zu reflektieren – allenfalls im Austausch mit mehr oder weniger gleich Gesinnten.

Die Räumlichkeiten bieten auch die Möglichkeit, als Gruppe (bis zu 18 Personen) zu kommen – und mittelfristig ist vorgesehen, eigene Seminarwochen anzubieten. Und sollte es im Tessin einmal regnen, so steht in der CASA EGNER ein Bibliotheksraum mit Spielsachen, Computerarbeitsplatz und Videoabspielgerät zur Verfügung. Kurz: Klaus Staeck hat nicht ganz recht bekommen...

Text erschienen in: Vorwärts, 9.3.2001 (René Lechleiter)


Das Ferienhaus-Projekt der Casa Egner hat viel Sozialgeschichte, bauliche Veränderung und Engagement zum Erhalt der Häuser erlebt

ZIMMER MIT AUSSICHT HOCH ÜBER MURALTO

Miniatur

Von Rolf Amgarten, Tessiner Zeitung, 18. 2. 2011

[...] Susanne Schreiber-Lechleiter verwaltet das kleine Tourismusprojekt und empfängt mich vor dem unteren Haus. Auf sich aufmerksam gemacht hatte sie, als sie als Leserin der TZ zur Erhöhung der Kurtaxe einen kritischen Leserbrief geschickt hatte. Darin bemängelte sie sowohl die hohen Preise, die Lärm- und Baubelästigungen und fehlende Qualität bei relativ hohen Preisen, was die Touristen abschrecke. Damit löste sie eine Welle weiterer kritischer Leserbeiträge zum Tessiner Tourismus aus. Da liegt es nahe, aus der Nähe zu sehen, was denn beispielsweise ein Verein Casa Egner besser macht.

Die Vereinspräsidentin führt mich herum, zeigt mir den über drei Meter hohen Olivenbaum. «Ein Friedenssymbol». Als erstes fällt auf, dass sowohl die Gartenanlagen, der Umschwung sowie die Ferienwohnungen der beiden Häuser liebevoll und «organisch» gepflegt und renoviert worden sind. «Das mussten wir, weil mit der Zeit einfach die Touristen ausblieben. Die Ansprüche an den Komfort sind halt angestiegen und wir mussten mit der Zeit gehen. Die Zeit der Ferienpioniere ist endgültig vorbei. Die Schweizer Touristen sind ausgeblieben und nur noch ins Tessin verliebte Deutsche mochten mit dem bestehenden asketischen Angebot Vorlieb nehmen. Heute sind in allen Wohnungen Zentralheizungen vorhanden. «Wir können sie somit auch im Winter anbieten. Vielleicht an Kunstschaffende, welche sich zurückziehen möchten», sagt Susanne Schreiber. Es sind warme, freundliche und helle Zimmer mit einem frechen, modernen Farbtouch in den Küchen geworden. Man kann sich zwar zurückziehen, aber Egners Haus scheint doch eher für Begegnungen und den Austausch konzipiert. [...]

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WoZ vom 15.03.2007 - Ressort WOZ-Reisen

An den Südhängen des Tessiner Sees scheinen auf den ersten Blick nur noch Gutbetuchte in protzigen Villen zu leben. Es gibt allerdings Ausnahmen.
 

Die Oase des roten Gärtners

Von Daniel Stern

Von Minusio bis nach Ronco hinter Ascona wird immer weiter den Hang hinauf gebaut, die einstigen Dörfer am See und in der Höhe sind zu einer acht Kilometer langen Stadt zusammengewachsen. Die letzten grünen Flecken dazwischen drohen zu verschwinden. Es scheint, dass alle mit ihrem Haus einen möglichst ungetrübten Blick auf den See und die Tessiner Alpen wollen. Und von der vielen Sonne profitieren, die die Hänge ganztags bescheint und die Nordufer des Lago Maggiore zur mildesten Region der Schweiz macht.

Linke Migration ins Tessin

Der Erste war Michail Bakunin. Der russische Anarchist liess sich 1873 von seinem italienischen Freund Carlo Cafiero ein Grundstück in Minusio kaufen. Bakunin taufte die dort neu errichtete Villa Baronata und machte sie zum Treffpunkt für «zahlreiche Revolutionäre, Anarchisten und Abenteurer», wie der Tessiner Verkehrverein auf seiner Website schreibt. Allerdings blieb der libertäre Gegenspieler von Karl Marx nicht lange am beschaulichen Ort. Er verkrachte sich mit Cafiero und zog nach Bologna, wo gerade ein Aufstand tobte. Zwei Jahre später starb er in Bern.

24 Jahre nach Bakunins Tod wurde das Südufer des Lago Maggiore erneut zum Magneten für UtopistInnen. Auf dem Monte Verità, dem Hügel oberhalb Asconas, trafen sich Dadaistinnen und Ausdruckstänzer, Anthroposophinnen und Sozialisten, Psychoanalytikerinnen und Schriftsteller. Einige taten sich in «Liebeskommunen» zusammen, andere gründeten ein vegetarisches Sanatorium.

Heute steht zuoberst auf dem Monte Verità ein schickes Kongresshotel, umgeben von einem öffentlichen Park. Von der «verändernden Kraft» von vor hundert Jahren ist nichts mehr zu spüren. Auch nicht bei der Villa Baronata: Das Haus stand in den achtziger und neunziger Jahren meist leer. HausbesetzerInnen wurden von der Polizei immer wieder vertrieben.

Viele der Villen sind allerdings nur wenige Wochen im Jahr bewohnt. Minusio etwa hat einen Zweitwohnungsanteil von 35 Prozent. Die Tessiner Regierung hat in den neunziger Jahren das Ihre dazugetan, dass diese Zersiedelung ungestört weitergehen konnte. Sie liess eine Schnellstrasse für eine halbe Milliarde Franken in den Berg tunneln und in Locarno einen Verkehrskreisel von rekordverdächtigen 138 Metern Durchmesser errichten. Der Privatverkehr hat alle Privilegien und soll bloss nicht wegen Staus zum Erliegen kommen.

Allerdings: Ein einziges Einerlei ist dieses Agglomerationsband dann auch wieder nicht. Die Dorfkerne haben zumeist ihren Charme behalten. Ausserdem bieten die Zentren von Locarno und Ascona viel Raum zum Flanieren und gemütliche Strassencafés auf schönen Piazzas. Doch auch in der Villenzone gibt es kleine Oasen: Eine solche ist die Casa Egner, die auf halbem Wege zwischen dem Bahnhof Locarno und Madonna del Sasso liegt. Zwei Wohnhäuser mit sechs unterschiedlich grossen Ferienwohnungen stehen am terrassierten Hang. Umgeben sind sie von 150 verschiedenen Bäumen, Sträuchern, Blumen und Kräutern, die hier wohlüberlegt angepflanzt und mit Metallschildern beschriftet wurden. Auf kleinen Wiesen und an Steintischen lässt es sich gemütlich in der Sonne sitzen und in die Weite blicken. Die Casa Egner ist ein Ort zum Ferienmachen, aber auch ein Treffpunkt für Linke, eine Möglichkeit für Gruppen, sich zurückzuziehen oder ein Seminar zu veranstalten.


Hauskauf nach Streik

Die Geschichte der Casa Egner geht auf einen Streik von 1947 in Zürich zurück: Die Angestellten in den Gärtnereien der Stadt fordern einen Mindestlohn von Fr. 2.50 in der Stunde. Einer der Engagiertesten unter den Streikenden ist Robert Egner, Aktivist in der Gärtnergruppe Edelweiss der Gewerkschaft VHTL und auch Mitglied der 1944 gegründeten kommunistischen Partei der Arbeit (PdA). Der Streik der Gärtner ist legal. Die Streikposten beschimpfen zwar hin und wieder ein paar Streikbrecher, doch an der Arbeit wird niemand gehindert. Die Polizei rapportiert abschliessend, die Streikenden hätten sich «anständig und diszipliniert» verhalten. Bezüglich der Gärtnermeister heisst es dagegen an anderer Stelle: «Sie legen ein etwas nervöses Benehmen an den Tag.»

Mehr als nervös kommentiert die bürgerliche Presse das Verhalten der Streikenden: Die christlich-demokratischen «Neuen Zürcher Nachrichten» schreiben vom «roten Terror», und die freisinnige «Neue Zürcher Zeitung» vermutet «dunkle politische Absichten». Die Reaktion auf den Gärtnerstreik von Zürich nimmt das vorweg, was linke AktivistInnen später im Kalten Krieg zu hören bekommen. Dennoch: Der Streik ist erfolgreich. Nicht zuletzt, weil rund 3000 Menschen (gemäss der sozialdemokratischen Zeitung «Volksrecht») an einer Solidaritätsdemonstration auf dem Helvetiaplatz teilnehmen.


Treffpunkt von AntifaschistInnen

Für Robert Egner hat der Arbeitskampf allerdings negative Langzeitfolgen. Sein Name erscheint, so vermutet er, auf einer schwarzen Liste der Gärtnermeister. Er findet keine Arbeit mehr. Zum Glück macht er Ende der vierziger Jahre eine kleine Erbschaft. Mit diesem Geld kauft er sich oberhalb von Locarno sehr günstig ein Stück Land. Damals wurden am ganzen Hang noch Weintrauben angepflanzt, der Bauboom begann erst später. Zusammen mit seiner Frau Emmi Egner, auch sie aktive Kommunistin, beginnt er die beiden Häuser am Weinberg zu renovieren. Unter denjenigen, die schliesslich gegen ein bescheidenes Entgelt in den fünfziger Jahren hier Ferien machen, befinden sich deutsche AntifaschistInnen, die während des Zweiten Weltkriegs in die Schweiz geflüchtet waren und im nahen Gordola interniert wurden. Andere, die hier die Schönheiten des Tessins geniessen, haben in Konzentrationslagern der Nazis überlebt.

Die Casa Egner wird zum Treffpunkt der kommunistischen und antifaschistischen Linken. Auch Egners GenossInnen aus Zürich finden sich hier ein. Der Architekt René Lechleiter erinnert sich, wie er als Kind hier Ferien machte. Sein Vater war, wie er selbst heute, Aktivist der PdA. Er sagt, die Geschichten, die ihm die deutschen AntifaschistInnen erzählten, hätten ihn geprägt. Die Egners sind Anfang der neunziger Jahre gestorben. Nachkommen hatten sie keine. Sie haben ihr Grundstück einem Verein vererbt, der sich seither um die Vermietungen kümmert. René Lechleiter gehört zum Vereinsvorstand. Nach seinen Plänen wurden die Wohnungen sanft renoviert. Er sagt, mit den Einnahmen aus den Vermietungen komme man eben knapp über die Runden. Die Darlehen, die aufgenommen werden mussten, um die Erbschaftssteuer zu bezahlen, hätten jedoch bislang nicht zurückbezahlt werden können.

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© www.casa-egner.ch
Verein Casa Egner, Salita San Biagio 12/14, CH-6600 Locarno-Muralto.
Kontaktadresse: Susanne Schreiber Lechleiter
Tel. +41 91 743 69 42 oder +41 44 493 12 13
E-mail: info@casa-egner.ch